Neu in Führung - Artikelreihe: erste Stolpersteine meistern // Teil 4 "Veränderungen initiieren"

 

Es gibt einige Stolpersteine, die Sie zu meistern haben, wenn Sie neu in eine Führungsrolle kommen oder in einem neuen Unternehmen als Führungskraft starten. Um Sie dabei zu unterstützen, werden in dieser Reihe ausgewählte Situationen betrachtet, mit denen Führungskräfte häufig konfrontiert werden.

In diesem letzten Beitrag der Artikelreihe geht es um eine der größten Herausforderungen, die Sie zu meistern haben. Sie möchten einen ersten guten Eindruck machen, zeigen, dass Sie zu Recht diese Position haben und sichtbare Ergebnisse liefern. Und das ist gut so. Allerdings ist es wichtig, bedacht vorzugehen.

Stolperstein 7:
Umgang mit Veränderungen und Optimierungsmöglichkeiten

Ungünstiges Verhalten:

Sie sehen die Schwachstellen deutlich und leiten sofort zahlreiche Veränderungen ein. Sie versäumen, sich das „Ok“ vom Team zu holen, und es kommt zu Unzufriedenheit.

Empfehlung:

Für den Start ist es zunächst wichtig, gute Beziehungen aufzubauen. Daher gehen Sie Veränderungen langsam an. Berücksichtigen Sie, dass Sätze wie „das haben wir schon immer so gemacht“ oder „darüber hat sich bislang noch nie jemand beschwert“ nicht einfach so gesagt werden. Denn bei vielen Menschen ist der Gedanke an Veränderungen erst einmal mit dem unguten Gefühl von Unsicherheit verbunden – und häufig auch mit der Befürchtung vor zusätzlicher Arbeit.

Außerdem kann es sein, dass gewisse Prozesse von bestehenden Mitarbeitern mühevoll entwickelt wurden, die sich nun vielleicht auf die Füße getreten und verletzt fühlen. Leiten Sie daher nicht zu schnell Veränderungen ein, die das Team nicht mittragen kann.

Dennoch sind Veränderungen natürlich sehr wichtig und unabdingbar für den langfristigen Erfolg und den Erhalt des Unternehmens. Es ist Ihre Aufgabe, das positiv zu vermitteln. Gehen Sie Schritt für Schritt vor und beziehen Sie von Anfang an Ihr Team ein.

Fragen Sie nach, was die Beweggründe für die bisherige Vorgehensweise sind und hinterfragen Sie die Bedenken. Setzen Sie für Veränderungen Prioritäten und realistische Termine und bauen Sie zeitliche Puffer bei der Umsetzung ein.

Dann wird es Ihnen gelingen, voran zu gehen, sichtbare Erfolge zu erzielen und Ihr Team dabei mitzunehmen.

 

Den gesamten Beitrag "Erste Stolpersteine meistern" sowie viele weitere praktische Hilfestellungen als neue Führungskraft finden Sie auch im E-BOOK: Neu in Führung - Praxisleitfaden für angehende Führungskräfte

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