Neu in Führung - Artikelreihe: erste Stolpersteine meistern // Teil 2 "Führungsaufgaben"

 

Es gibt einige Stolpersteine, die Sie zu meistern haben, wenn Sie neu in eine Führungsrolle kommen oder in einem neuen Unternehmen als Führungskraft starten. Um Sie dabei zu unterstützen, werden in dieser Reihe ausgewählte Situationen betrachtet, mit denen Führungskräfte häufig konfrontiert werden.

Im vorherigen Artikel ging es um das erste Kennenlernen. Im Folgenden werden zwei sehr typische Stolpersteine vorgestellt, die nicht nur am Anfang Ihrer Rolle als Führungskraft relevant sind, sondern Ihre ständigen Begleiter sein werden.

Stolperstein 2:
Sie haben zu wenig Zeit für Führungsaufgaben.

Ihre Stellenbeschreibung beinhaltet viele Fachaufgaben und die Verantwortung für unterschiedliche Projekte. Damit sind Sie bereits stark ausgelastet. Für die Führungsaufgabe ist im Grunde keine Zeit eingeplant. Diese muss nebenbei erledigt werden.

Ungünstiges Verhalten:

Sie gehen davon aus, dass die anderen Kollegen das auch hinbekommen und nehmen die Rahmenbedingungen als gegeben hin. Sie versuchen, alles irgendwie unter einen Hut zu bekommen.

Empfehlung:

Notieren Sie sich Ihre Aufgaben und schätzen Sie, wie viel Zeit Sie wofür benötigen. Machen Sie sich dann Gedanken über wichtige Führungsaufgaben, die Sie umsetzen möchten. Überlegen Sie sich im Anschluss, welche Fachaufgaben und Verantwortlichkeiten Sie gegebenenfalls abgeben können und möchten und wer dafür geeignet ist.

Sprechen Sie mit Ihrem Vorgesetzten darüber. Wenn Sie neu im Unternehmen sind, empfiehlt es sich, einige Zeit abzuwarten, damit Sie den tatsächlichen Arbeitsaufwand richtig abschätzen können. Es ist normal, dass zu Beginn alles länger dauert und die Dinge sich erst einspielen müssen.

Stolperstein3:
Teammitglieder bitten Sie wiederholt, Aufgaben zu übernehmen, die sie eigentlich selbst machen sollten.

Ungünstiges Verhalten:

Sie versuchen, es Ihren Mitarbeitern recht zu machen und lassen sich sehr häufig - ohne die jeweiligen Gründe zu reflektieren - von ihnen einspannen, weil Sie hoffen, dadurch mehr Anerkennung und Akzeptanz zu erhalten.

Empfehlung:

Sie fragen nach, aus welchem Grund der Mitarbeiter die Aufgabe nicht selbst übernehmen möchte und unterstützen ihn dabei, es selber zu schaffen. Hierbei können Sie auch zunächst die Arbeit erledigen, allerdings im Beisein des Mitarbeiters, damit dieser zu einem späteren Zeitpunkt selbst die Aufgabe übernehmen kann. Sollte der Grund fehlende Zeit oder ähnliches sein, trauen Sie sich, „Nein“ zu sagen. Es ist wichtig, dass Sie von Anfang an Ihre Aufgaben klar definieren. Natürlich können - und sollten Sie auch - in Ausnahmesituationen und zeitlichen Engpässen Ihr Team unterstützen. Wichtig ist dann nur, dass Sie klar zeigen, dass dies eine Ausnahme ist.


Sie fanden den Artikel interessant? Wunderbar. Nächste Woche stellen wir Ihnen weitere Stolperstein als neue Führungskraft vor - inklusive Empfehlung zu Dos and Don'ts.

 

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